Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weltwirtschaftliche Entwicklung
Das Geschäftsjahr 2009 war geprägt von der schwersten Krise der Weltwirtschaft seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Während die Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2008 noch um 3 Prozent wuchs, berichtet der IWF (Internationaler Währungsfonds) in 2009 von einem Rückgang um 0,8 Prozent. Nach einer ersten Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung der meisten Industriestaaten im Sommer 2009, verstärkte sich dieser Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr spürbar, hauptsächlich getrieben durch staatliche Konjunkturprogramme und automatische Stabilisatoren.
Für 2010 sagt der IWF ein globales Wachstum von 3,9 Prozent voraus. Dies entspricht einer Korrektur nach oben von ¾ Prozentpunkten im Vergleich zur Prognose im Oktober 2009. In den Industriestaaten erwartet man in 2010 eine eher schleppende Erholung (2,1 Prozent), während für Schwellenländer und Entwicklungsländer ein relativ starkes Wachstum (6 Prozent) erwartet wird.
Die Eurozone wurde besonders hart von der Wirtschaftskrise getroffen und verzeichnete 2009 mit -4 Prozent neben Japan und dem Vereinigten Königreich den stärksten Rückgang unter den Industriestaaten. Insgesamt dürfte die Wirtschaft im Euroraum nach dieser Schrumpfung in 2010 wieder leicht mit etwa einem Prozent zulegen.
Während die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2008 noch um 1,3 Prozent zunahm, lag die Wirtschaftsleistung des Jahres 2009 um 4,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Hier machen sich insbesondere der Rückgang der Exporte und sinkende Ausrüstungsinvestitionen bemerkbar, während der private Konsum, unterstützt durch staatliche Programme (Kurzarbeitergeld, Umweltprämie), stabil blieb.
Seit dem zweiten Quartal 2009 hat die deutsche Volkswirtschaft allerdings gut ein Fünftel des vorangegangenen Produktionsausfalls aufgeholt. Für 2010 prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent. Ende 2011 soll die Wirtschaftsleistung wieder an das Niveau zur Mitte des Jahres 2008 heranreichen.
Branchenentwicklung
Nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) auf Basis von Daten des European Information Technology Observatory (EITO) lag das weltweite ITK-Marktvolumen in 2009 bei rund EUR 2,4 Bill. Der ITK-Markt umfasst die Bereiche Informationstechnik (Hardware, IT-Dienstleistungen und Software) und Telekommunikation (TK-Infrastruktur, -Endgeräte und Telekommunikationsdienste). Zu den stärksten Regionen gehören die USA und die Europäische Union mit einem Anteil von jeweils einem Drittel am Weltmarktvolumen. Im Vergleich einzelner Länder belegt Deutschland mit 5,5 Prozent Rang vier hinter den USA, Japan und China.
Die Wirtschaftskrise ging auch an der ITK-Branche 2009 nicht spurlos vorbei, wenngleich sie diese auch nicht so stark traf wie andere Branchen. Laut BITKOM ging der europäische Markt um 2,2 Prozent auf EUR 718 Mrd. zurück. Deutschland hatte ein Minus von 2,5 Prozent auf EUR 129,7 Mrd. zu verzeichnen. Der Bereich Informationstechnik entwickelte sich mit einem Rückgang von 2,6 Prozent analog dem Gesamtmarkt, während das Untersegment Software sogar einen Rückgang von -3,2 Prozent zum Vorjahr zu verkraften hatte.


